Montag , 21 August 2017
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Auch bei Apple: Nicht jeder Schuss ein Treffer!

(TG) Wer kennt Apple nicht? Apple der große Hersteller aus Cupertino, welcher für seine extremen Verkaufsrekorde und zahlreichen Designawards bekannt ist. Doch wie bei jedem anderen Unternehmen, gab es auch bei Apple neben dem iPod, iPhone und iPad in der Vergangenheit einige große Misserfolge zu vermelden. So unteranderem wurden Teure Fehler begangen, welche so nicht wieder geschehen sollten und aus denen Apple letztendlich gelernt hat. Heute möchten wir euch einmal die größten Flops von Apple zeigen.

Apple zeigt uns, dass auch ein derart erfolgreiches Milliarden-Unternehmen meist mehrere Anläufe braucht, um den großen Hit zu landen. Mit dieser kleinen Produktserie über die Flops, wollen wir euch mit einem Blick auf die großen Fehler der Unternehmensgeschichte hinweisen.


Apple Pippin

Kaum einer hat schon was von dem „Apple Pippin“ gehört, dabei zählt dieser zu den großen Misserfolgen des Unternehmens aus Cupertino. Einst sollte der Pippin den Markt als ein „preisgünstiger“ Computer den Markt beherrschen, wurde aber vielerorts als reine Spielkonsole missverstanden und floppte entsprechend schnell. Der japanische Spielzeughersteller Bandai erwarb im Jahre 1995 die Lizenz und das Gerät von Apple. Danach verkaufte Bandai das Gerät unter dem Namen „Altmark“. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch schon die PlayStation von Sony und der Sega Saturn auf dem Markt. Technisch konnte der Apple Pippin mit diesen Geräten nicht mithalten – aber auch Preislich nicht. Zum Start lag der Preis bei 599 US-Dollar.

Mit dem Apple Pippin entwickelt das US-Unternehme eine Spielekonsole, die vergeblich Spieler suchte. (Quelle: AllAboutApple.com)


Apple QuickTake

Der  „Apple QuickTake“ dürfte einigen Fotografen und Hobbyfotografen ein Name sein. Unter diesem Codenamen produzierte Apple eine Reihe von Digitalkameras. Die Produktion von QuickTake wurde aber leider nach der Rückkehr von Steve Jobs eingestellt. Die QuickTake 100 war das erste Streckenpferd von Apple und wurde 1984 veröffentlicht. Die Kamera konnte bis zu acht Bilder bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln oder bis zu 32 Bilder bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln speichern, was für die damalige Zeit schon ein enormer Fortschritt war.

Quicktake 200: Apples Versucht den Markt der Digitalfotografie zu erobern.

iPod Hi-Fi

2006 präsentierte Apple einen Docking-Lautsprecher unter dem Namen „iPod Hi-Fi“, welcher mit dem iPod genutzt werden konnte. Leider gab es einige kleinere Mängel, aber auch wichtige Funktionen die fehlten um das Gerät ansprechend zu machen. Beispielsweise fehlte ein Radio. Aber auch die Fernbedienung zu der Station, war alles andere als gut bedacht. Mit diesem Projekt erntete Apple vor allem aufgrund der Preisfindung laute Kritik. Der iPod Hi-Fi war zwar ein einwandfreies Qualitätsprodukt, konnte aber nicht ausreichend überzeugen. Die Funktionen und die Qualität konnten den Preis von rund 350 US-Dollar zu keinem Zeitpunkt rechtfertigen.

Der iPod Hi-Fi verkaufte sich mehr schlecht als recht. Schuld war der Preis des Docking-Lautsprechers. (Foto: teoruiz / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)


Power Mac G4 Cube

Mehr als eine Schönheit ist der Power Mac G4 Cube leider nicht. Der Designer, „Sir Jonathan Ive“, erlangte durch das Design eine Zahlreiche Anzahl von internationalen Preisen und Ruhm. Das Design reicht sogar so weit, das der Power Mac G4 Cube eines der wenigen Geräte is, die im New Yorker Museum of Modern Arts ausgestellt werden. Leider Rechte sich hier auch wieder der hohe Preis und die stark eingeschränkte Erweiterbarkeit. Diese Negativmerkmale konnte selbst das einzigartige Design nicht wieder gut machen. Letzten Endes führten die ganzen Kritiken und die schlechten Verkaufszahlen dazu, dass Apple die Produktion des Power Mac G4 Cube nach nur einem Jahr im Juli 2001 wieder einstellten – ohne große Mitteilung dazu. Vermutlich ist auch die interne Konkurrenz von Apple mit daran schuld.

Der Power Mac G4 Cube sah gut aus, verkaufte sich aber nur schleppend.


„Puck“

Unter dem Codenamen „Puck“ erlange die erste USB-Maus aus dem Hause Apple eine unerwünschte Berühmtheit welche sie bis heute noch verfolgt. Die „Puck-Maus“ wurde zeitgleich mit dem iMac G3 veröffentlicht und gilt noch heute als einer der größten Fehler der Geschichte von Apple. Das Design war auffällig, einzigartig und ungewöhnlich, leider aber absolut unhandlich und gewiss nicht ergonomisch. Die Anwender der Maus verloren regelmäßig die Orientierung, weil die Runde Maus nicht richtig ausgerichtet war und nicht gut zu bedienen war. Ein Fehler, welchen das US-Unternehmen – fast schon zu spät – Zwei Jahre später mit der Apple Pro Mouse korrigierte.

Puck: Die Maus ist zwar auffällig aber auch unpraktisch. (Quelle: Cnet.co.uk)


Newton

Das unter dem Codenamen Newton präsentierte Gerät ist kein konkretes Produkt. Sondern vielmehr verbirgt sich hier hinter der Name für ein Betriebssystem (das Heutige iOS). Als Ziel dieses Systemes wurde nichts Geringeres definiert, als eine Revolution des Personal Computing herbeizuführen. Noch heute dient das Projekt „Newton“ als bestes Beispiel dafür, wie eine Idee ihrer Zeit weit voraus war. Nach Investitionen seitens Apple von rund 100 Millionen US-Dollar, wurde das Projekt letztendlich wegen mangelnder Möglichkeiten & Interessenten eingestellt.

Das MessagePad 2100 neben einem iPhone. (Foto: blakespot / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)


Macintosh Portable

Der erste „Laptop“ von Apple lief unter dem Codenamen „Macintosh Portable“. Die angewendete Idee der Struktur & Form des MacBooks wurde im nachhinein ein absoluter Erfolg. Doch im Jahre 1991 erfüllte die verfügbare Hardware keines der notwendigen Kriterien eines portablen Computers. Mehr als Groß, Schwer und Teuer war der Macintosh Portable leider nicht. Das Gerät wog rund 7,2 Kilogram, war 10 Centimeter dick und schlug mit einem Preis von etwa 6.500 US-Dollar zu Buche.

Der Macintosh Portable war Apples erster Versuch einen portablen Computer zu entwickeln.


Macintosh TV

Einige Zeitlang versuchte Apple auch noch, Computer & Fernseher zu kreuzen. Hierbei entstand das Produkt „Macintosh TV“. Das Projekt selbst hatte ein großes Potenzial. Leider wurde der Macintosh TV den Erwartungen der Anwender nicht gerecht. Die Grafikleistung des Systemes war sehr gering und ließ stark zu wünschen übrig. Auch das Fernsehen war zu dem Zeitpunkt leider nur im Vollbildmodus möglich, so dass paralleles Arbeiten unmöglich war. Im nach hinein ist leider ausschließlich die Produktionsmenge erwähnenswert: Mit nur 10.000 produzierten Exemplaren ist der Macintosh TV einer der seltensten Macs.

Der Macintosh TV war Apples erster Computer mit integriertem TV-Tuner. (Quelle: Wired)

Twentieth Anniversary Macintosh

Mit dem unter dem Kürzel TAM (Twentieth Anniversary Macintosh) bekannten Gerät  feierte Apple sein 20. Jubiläum – leider aber 1 Jahr zu Spät. Das eigentliche Datum, an welchem das Unternehmen „Apple“ gegründet wurde ist der 1. April 1996, der Jubiläums-Macintosh erschien jedoch erst am 7. Januar 1997. Leider waren auch bei diesem Model die Spezifikationen wieder einmal vergleichsweise schwach. Auch hier schaltete die interne Konkurenz einem Produkt wieder den Strom ab. Mit dem Power Macintosh 6500 war bereits ein Gerät von Apple am Markt, das die gleiche Leistung für deutlich weniger Geld bot, sodass der TAM für ursprünglich 7.500 US-Dollar kaum Abhnehmer fand.

Der Twentieth Anniversary Macintosh von Apple kostete anfangs 7.500 US-Dollar. (Quelle: Wired)

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