Montag , 24 Juli 2017
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Der FreiAPPtag – Heutiges Thema: APP auf die Piste

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(ARK) Es scheint tatsächlich so, dass sich der Winter so langsam verabschieden würde. Die letzten Temperatursprünge ließen fast schon die Wetter-App meines iPhone verzweifeln. Die dortige Vorhersage, dass gegen Mittwoch Pluswerte bis zu 14 Grad erreicht werden könnten, lies mich doch arg wundern. Vielleicht braucht die App ja ein Update oder wurden die Daten Ausversehen mit denen der ebenfalls durch Apple installierten Aktien-App vertauscht und der Kurssprung zeigt sich jetzt als Temperatursprung an? Kann ja eigentlich nicht sein, demnach müssten es jetzt eher – 20 Grad oder so sein – aber gut lassen wir das.

 

 

Ich weiß nicht voran es liegt aber an diesem Mittwoch musste ich doch über übelste Kopfschmerzen klagen, diese milden bis warmen Temperaturen waren dann doch ein Ticken zu viel, beziehungsweise ging der Anstieg zu schnell. Der Blick in die Kalenderanzeige zeigt es mir in dieser in Mode geratenen Beschreibung mit Titel: Skeuomorphismus. Für mich schon ganz klar das “Geek-Unwort“ des Jahres 2013. Dieses Fremdwort beschreibt die Methodik digitale Grafiken wie etwas Haptisches aus der Vergangenheit aussehen zu lassen, wie zum Beispiel ein digitaler Kalender so dargestellt wird wie ein früherer Terminplaner – so etwas gab es vor den Smartphones und auch PDAs. Angeblich, so wird hinter vorgehaltener Hand erzählt, soll es immer noch Menschen geben, die solch einen Terminplaner mit sich herumschleppen und darin Notizen eintragen – na ja, „back to the roots“ eben. Wie dem auch sei, dieses Fremdwort „Skeuomorhismus“ ist gerade sehr angesagt und wer gerne zum elitären Kreis der „Daten-Daddler“ dazugehören möchte, sollte sich die genaue Definition dieses Wortes zum Beispiel mal auch Wikipedia durchlesen, gut möglich, dass ich mit meiner knappen Annahme völlig daneben liege.

Also, hier ist es zu warm, was mache ich da jetzt bloß draus? Draußen mit T-Shirt rumlaufen ist ja noch nicht wirklich angebracht, und wenn ich im Auto die Heizung runterdrehe, beschlagen die Scheiben, weil zusätzlich die Luft so eklig feucht ist. Eine kurze Zwischenfrage an die Spaziergänger und vor allem Hundehalter: Wie empfindet ihr eigentlich das draußen Herumlatschen? Ich will wieder Schnee! War das schön – kalt, trocken und die weißen Kristalle zauberten den Dreck von den Wegen weg, Wiesen und sogar die Bäume sahen ansehnlich aus. Jetzt ist wieder Novemberwetter angesagt und das geht gar nicht und ich weiß jetzt auch, was dagegen zu unternehmen ist: Winterurlaub!

Das ist es! ab in die Berge! Dort wo der Schnee auch noch Anfang Februar fällt, liegen bleibt und sich austoben darf. Keine 500 Kilometer von Frankfurt entfernt liegt ein wunderschönes Hochtal in den Tiroler Alpen und dort halten sich die Jahreszeiten auch noch halbwegs an die menschlichen Bedürfnisse, sich erholen und auch sportlich betätigen zu wollen.
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Die Live-Cam bescheinigt mir am heimischen Arbeitsplatz das wintersportliche Ambiente, Geschlossene Schneedecken von den Gipfeln bis hinab in die Täler. Auf den Bildern ist gut zu erkennen wie sich die ambitionierten Skifahrer in den Sesselliften zur Abfahrt kutschieren lassen, ich glaube sogar eine Rodelstrecke zu sehen, die über Kurven und rasante Teilpassagen verfügt. Zoome ich das Bild heran zeigt sich mir sogar hier ein kleiner Lift und Leute sich mit ihren Schlitten ziehen lassen, oh ist das schön, da will ich unbedingt hin. Ich glaube sogar schon davon gehört zu haben, dass es Nachtrodel-Strecken gibt – im Fackelschein Richtung Tal rutschen, cool!
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Ok, die Gedanken kreisen schon weiter, dass mit dem Rodeln, ist doch echt mal was anderes, klar Ski- und Snowboard fahren ist immer angesagt und es gibt echt tolle Boards aber sich da jetzt noch was Neues zu holen, ne das gebe ich lieber für etwas Anders aus. Unten in der Garage stehen noch ein paar Schlitten, so richtig olle Geräte, noch aus der Kinderzeit aber das ist noch eine Qualität, nichts ist gebrochen, es knarrt nichts, nur die Kufen müssen ordentlich vom Rost befreit werden. Und schon geht es an die Arbeit: Schmirgelpapier und Wachsstein aus dem Werkzeugkeller und dann rann an die verrosteten Stellen. Gar nicht so einfach die tief sitzenden Bereiche freizubekommen aber nach zwei Stunden ist es vollbracht und der Traum aus den Kindertagen kann gelebt werden. Damals gab es nur den Rodelberg von nebenan aber keine Abfahrten von einer halben bis ganzen Stunde. Ein bisschen aufgeregt bin ich jetzt schon und mit der Rodeln-App schaue ich mir die geeigneten Strecken und Touren an, unglaublich, diese Freizeitbeschäftigung erlebt gerade einen richtigen Boom.
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Viele kennen und benutzen ja die App FourSquare. Mit dieser App lassen sich diverse Aktivitäten und öffentliche Angebote dokumentieren. Im Prinzip geht man irgendwo hin, checkt mit der App über die Ortungsfunktion des iPhone an diesem Platz ein und erhält dafür Scoring-Punkte und Auszeichnungen, die man sammeln kann. Über die Social Network-Funktion, ist es außerdem möglich dies auch öffentlich bekannt, zu geben. So funktioniert auch die APP MaptoSnow, nur eben für den Wintersport. Mit dieser Applikation lassen sich Winter(Sport)-Aktivitäten aufzeichnen und ebenfalls im Web teilen.
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Und was Witziges habe ich auch noch gleich gefunden: Wenn mir nach den Schlittenfahrten kalt sein sollte, dann öffne ich einfach die App: Heizung und wärme mir damit die Hände. Das Display zeigt eine Heizung, die sich langsam erwärmt und dann rot glühend wird. Greift man mit den Händen auf das feurige Heizungsblech, muss man schon aufpassen, dass man sich nicht verbrennt. Gut, die App ist eine einzige Veräppelung, natürlich wir da nichts wirklich heiß aber es sieht super aus und ist eine klasse Scherz-App. Genauso gut sind auch die Bewertungen zu dieser App auf iTunes, die sind echt witzig und schon den Download der Heizung wert.
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Was das iPhone angeht, bin ich gut vorbereitet, ich habe unseren Hunden sogar kleine Snowboots bestellt, die habe ich zwar nicht über die Wintersportscheck-App bestellt aber so im Netz gefunden. Der Sportausrüster bietet mit seinem iOS Angebot aber nicht nur heiße Klamotten für coole Tage oder Skier und Boards an, sondern gibt Auskünfte über Skigebiete, aktuelle Meldungen und Events. Da weiß der Wintersportler auch, was neben der Piste so abgeht.
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Geplant ist bereits alles, das Wichtigste habe ich aber noch gar nicht geklärt. Ich schmücke den spontanen Wintertripp dann einfach mal als grandiose Idee aus und überrasche meine Frau mit dem sportlichen Vorhaben. Das Ganze ist ja auch nur über das Wochenende geplant, also nichts mit Urlaub beim Arbeitgeber einreichen und so weiter. Aber damit dieses Kurzprjekt dennoch einen gewissen Stil hat, braucht es schon eine tolle Einleitung in das Thema. Die APP Winter-Rezepte ist da sehr hilfreich, denn mit einem heißen Getränk lässt sich so manche Botschaft gut verkünden. Auch wenn Weihnachten vorbei ist und die Aufmachung schon ein wenig an Dezember erinnert, gibt das Programm tolle Rezepte für heiße winterliche Getränke preis. In der Gratis-Version werden schon tolle Geschmacksideen präsentiert, für noch mehr Flüssiges kann dann auch noch eine “Pro-Version“ geladen werden.
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Mit diesen Planungen im Gepäck kann es also losgehen, ab in den Wochenendtrip in die Alpen-Schneeregion. Wie es war und ob ich überhaupt angekommen bin, erzähle ich euch beim nächsten FreiAPPtag, bis dahin “Schlittenheil“!

Der FreiAPPtag – Heutiges Thema: APP auf die Piste
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Über Arno Kuss

Freiberuflicher Autor und seit Juli 2012 begeistertes Mitglied beim ApfelMagazine. Google+