Freitag , 22 September 2017
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Keine Videosperren mehr: YouTube und Gema erzielen Einigung

Jahrelang wurden deutsche Nutzer auf YouTube von Sperrtafeln genervt, die auf die Rechte der Gema an einem Video aufmerksam machten und die Wiedergabe des Videos blockierten – damit ist Dank der heutigen Einigung zwischen den beiden Parteien Schluss.

youtube-gema

In Deutschland auf YouTube Musikvideos anzusehen konnte in den vergangenen Jahren immer wieder frustrierend sein, wenn die Freude auf ein Lied mit dem traurigen Gesicht auf der Blockadeinfo zerstört wurde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet heute exklusiv über eine Einigung zwischen YouTube und Gema und damit ein Ende des roten Gesichts, zumindest bei Videos mit Gema-Inhalten.

YouTube zahlt pro Videoaufruf und beendet gerichtliche Auseinandersetzung

Nachdem die Gema zuletzt vor dem Oberlandesgericht in München mit einer Zahlungsforderung von 1,6 Millionen Euro gegen YouTube gescheitert war und jetzt nur noch der Schritt vor den Bundesgerichtshof geblieben wäre, konnten die Google-Tochter und die Verwertungsgesellschaft außergerichtlich eine Einigung erzielen, die entsprechende Forderung lässt die Gema damit zudem fallen. Der geschlossene Vertrag sieht vor, dass YouTube mit jedem Abruf eines Videos mit Gema-Inhalt eine freiwillige Zahlung an die Verwerter leistet und den Künstler hinter dem Video damit am Gewinn der Plattform beteiligt.

Über die vereinbarte Höhe des Betrags pro Klick haben Gema und YouTube Stillschweigen vereinbart, im Gerichtsverfahren hatte die Gema 0,375 Cent pro Aufruf der Videos gefordert, die vertraglich festgeschriebene Summe dürfte unter diesem Betrag liegen. Beide Seiten äußerten sich positiv zum Abschluss des Vertrags, dessen Auswirkungen ab heute sichtbar sind, Spiegel Online listet acht Videos, die ab sofort in Deutschland nicht mehr gesperrt sind.

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Über Yannik Achternbosch

Yannik hat 2015 Abi gemacht und nun, nach einem Freiwilligendienst, sein Studium der Politikwissenschaft in Berlin aufgenommen. Er ist seit 2010 als Blogger in der Apple-Szene aktiv und nutzt privat iPhone, iPad und MacBook. Er arbeitet mit Begeisterung bei verschiedenen Blogs und hat seit Jahren keinen Keynote-Stream mehr verpasst.

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