Sonntag , 19 Februar 2017
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Lohnt es sich, Apple Produkte im Ausland zu kaufen?

In Deutschland kostet das derzeit günstigste iPhone 489 Euro. Die Geräte sind jedoch im Ausland deutlich günstiger – doch lohnt sich der Import tatsächlich? In den USA kostet das iPhone SE gerade einmal 399 US-Dollar. Berücksichtigt man den aktuellen Wechselkurs, so liegt der Preis bei 370 Euro – ein wahres Schnäppchen. Zu beachten ist jedoch noch die Mehrwertsteuer. Jene wird in den USA nicht automatisch angegeben und ist zudem noch von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. In Montana, Alaska, Delaware, Oregon und New Hampshire entfällt die Mehrwertsteuer, hier sind die angegebenen Preise auch die tatsächliche Endsumme des Geräts.

Beachten Sie die Einfuhrumsatzsteuer

Waren, die den Wert von 430 Euro übersteigen, werden bei der Einreise noch mit einer sogenannten Einfuhrabgabe belastet. Der Abgabensatz beläuft sich auf 17,5 Prozent. Richtig teure Produkte werden mit 19 Prozent belastet. Wird die Einfuhrumsatzsteuer nicht bezahlt, folgt eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und auch eine Geldstrafe. Der direkte Vergleich zeigt: Wer sich sein iPhone SE aus Amerika bestellt und – bezugnehmend auf den Wechselkurs und unter Berücksichtigung der Einfuhrumsatzsteuer – 530 Euro bezahlt, hat am Ende 59 Euro gespart. Der Nachteil: Online-Bestellungen sind nicht möglich, da auf der US-Apple-Seite eine US-Adresse angegeben werden muss. Der Versand würde, wenn tatsächlich eine US-Adresse angegeben werden würde, dennoch extrem teuer werden, sodass das Ersparnis am Ende extrem gering ausfällt. Wer sein iPhone 6s Plus aber in den fünf Staaten ohne Mehrwertsteuer erwirbt, kann sich am Ende doch noch über ein gutes Geschäft freuen. Wer seinen nächsten Urlaub in New Hampshire plant und das iPhone 6s Plus für (bereits umgerechnet) 830 Euro kauft und beim Zoll die fällige Einfuhrumsatzsteuer entrichtet, erhält das neue iPhone 6s Plus für gerade einmal 990 Euro. Der deutsche Preis liegt bei derzeit 1.074,95 Euro – somit beträgt das Ersparnis fast 100 Euro.

Der Kauf im EU-Ausland

Erfolgt der Einkauf in einem EU-Ausland, so werden keine Zollgebühren fällig. In England kostet das iPhone SE – bezugnehmend auf den Wechselkurs – 460 Euro, somit würde der Käufer 29 Euro sparen. Online-Bestellungen sind ebenfalls nicht möglich, da auch Apple UK eine UK-Adresse benötigt. Natürlich kann das iPhone auch über diverse Anbieter versendet werden, jedoch fressen die Versandgebühren das Ersparnis auf. Der Einkauf ist also nur dann ratsam, wenn der Käufer einen Urlaub in Großbritannien plant und das iPhone direkt vor Ort erwirbt. In anderen europäischen Ländern lohnt sich der Kauf eines iPhones jedoch nicht. In Frankreich kostet das iPhone genauso viel wie in Deutschland; auch in Ungarn gibt es keinen Preisunterschied – im Gegenteil: In Ungarn kostet das iPhone, bezugnehmend auf den aktuellen Wechselkurs, sogar um 30 Euro mehr als in Deutschland. Ein Tipp: Die Vereinigten Arabischen Emirate – hier liegt der Preis (für das günstigste iPhone) bei umgerechnet 400 Euro.

Tipp: Amazon

Natürlich muss das iPhone nicht ausschließlich in einen der Stores erworben werden. Auch Buy und Co. stellen Alternativen dar, wobei in den USA die Geräte nur dann verkauft werden, wenn der Käufer einen Mobilfunkvertrag abschließt. Zudem sollten die Käufer auch die LTE-Bänder überprüfen – wer ein iPhone in den USA kauft, hat in Deutschland mitunter gar keinen Zugriff. Empfehlenswert ist auch Amazon. Der Versandhändler hat immer wieder diverse iPhone SE-Modelle zu günstigen Preisen angeboten. Jedoch sind, da die Nachfrage sehr hoch war, die Produkte derzeit teurer als in den Apple Stores. Bei Amazon kommt es also auf den richtigen Zeitpunkt an.

Auslandseinkäufe sind kaum lukrativ

Der Auslandseinkauf mag zwar verlockend sein, jedoch sollten die zusätzlichen Kosten und Gebühren – wie etwa die Mehrwertsteuer, die Einfuhrumsatzsteuer oder anfallende Versandkosten – berücksichtigt werden. Am Ende lohnen sich Auslandseinkäufe nur dann, wenn der Käufer direkt – im Rahmen eines Urlaubsaufenthaltes oder einer Geschäftsreise – vor Ort ist.

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