Dienstag , 25 April 2017
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Mobile First: Smartphone-optimierte Webseiten mit dem Handy administrieren

Wenn man bedenkt, dass das iPhone in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert und damit den Siegeszug des Smartphones losgetreten hat, ist es schon beeindruckend, welche Formen das angenommen hat. Mittlerweile wird die Hälfte des gesamten Internetverkehrs über mobile Geräte abgewickelt, Tendenz steigend. Das geht auch an Webseiten nicht spurlos vorüber.

Mobile First: Webseiten sollten optimiert sein

Ein Smartphone hat diverse Herausforderungen, denen man sich stellen muss, möchte man es optimal unterstützen. Schließlich ist das Internet historisch auf Desktop-Computern entstanden und war lange Zeit dafür optimiert. Auf dem Smartphone stehen nicht unbedingt alle Möglichkeiten zur Verfügung, der Bildschirm ist wesentlich kleiner, Touch-Eingaben sind weniger präzise, bestimmte Technologien wie Flash werden nicht unterstützt und die Rechenleistung ist ebenfalls noch nicht mit der auf einem Desktop-PC zu vergleichen. All das muss beachtet werden, möchte man eine eigene Webseite anbieten und manchmal wird man dann auch Opfer der veralteten Technologie.

Status Quo: Klassische Webseite anpassen

Es gibt sie manchmal, die Situation, in der eine Webseite schnell angepasst werden muss. Der klassische Weg ist dabei über den FTP-Zugang. Dafür benötigt man eine App, die das beherrscht. Die korrekte Datei muss ausgewählt und bearbeitet werden – in der Regel im HTML-Quellcode – und wieder hochgeladen werden. Im Grunde genommen funktioniert das ganz genauso wie auf dem Desktop, allerdings greifen hier dieselben Einschränkungen wie bei der Verwendung der Webseite selbst auch: Es ist umständlicher, auf dem Smartphone zu entwickeln, die Tools sind komplizierter und spätestens dann, wenn eine zweite App benötigt wird, etwa weil ein Bild bearbeitet werden muss, ist das Chaos perfekt.

Ein CMS kann die Arbeit erleichtern

Nun galten auch schon vor den Smartphones HTML-Wüsten als überholt, da sie verschiedene Nachteile mit sich bringen: Keine dynamischen Inhalte, komplizierte Anpassungen, viel Pflege. Deshalb haben sich mittlerweile Content-Management-Systeme durchgesetzt. Geht es nur darum, einen Text anzupassen, sind diese deutlich einfacher in der Verwaltung und sogar häufig schon auf Smartphones optimiert, sodass es zumindest erträglich ist, wenn mal schnell eine Anpassung von unterwegs vorgenommen werden soll.

Konsequente Optimierung zahlt sich aus

Wix, ein Anbieter, der einen Homepage Baukasten auf die Beine gestellt hat, geht hierbei noch einen Schritt weiter. Nicht nur können Webseiten aus dem Nichts in sehr kurzer Zeit online gestellt werden, auch die Administration vom Smartphone aus wurde bei der Konzeption von Anfang an bedacht. So bietet Wix eine Reihe von Tools, mit denen es auch auf mobilen Endgeräten möglich ist, Anpassungen vorzunehmen. Die Entwickler haben ihre Designs bereits so präpariert, dass sie gleichermaßen für klassische PCs und mobile Devices optimiert sind. Der Vorteil darin liegt, dass es sich grundsätzlich um dieselbe Webseite handelt, der Code allerdings automatisch erkennt, ob man mit einem Smartphone kommt oder nicht. Auf diese Weise ist stets garantiert, dass die Bedienung möglichst einfach ist.

Das bezieht sich nicht nur auf die fertige Webseite, sondern auch auf deren Verwaltung. So ist auch der Editor in einer mobilen Version vorhanden. Damit ist es ein Leichtes, auf dem Smartphone von überall aus Änderungen vorzunehmen, neue Seiten hinzuzufügen oder das Layout zu modifizieren.

Worauf muss bei einer mobilen Optimierung geachtet werden? Das beginnt beim Layout, das sich an die Bildschirmbreite anpassen muss, geht mit Bildern weiter, die das Design nicht sprengen dürfen und hört noch lange nicht bei Links auf, die groß genug sein müssen, um sie gut antippen zu können, schließlich sind mobile Geräte mit einem Touchscreen versehen. Google selbst gibt dafür ebenfalls Tipps, wie eine mobil-optimierte Webseite aussehen sollte – und warnt in der Search Console, wenn die Tipps nicht eingehalten werden.

Eine mobile Version – ist das überhaupt wichtig?

Ja! Die großen Suchmaschinen und allen voran Google haben schon vor Jahren ihre „Mobile First“-Strategie vorgestellt: Webseiten sollten nach ihrem Willen zunächst einmal für Smartphones und andere mobile Endgeräte optimiert werden. Ist eine Seite nicht für die Verwendung auf einem Smartphone optimiert, kann das zur Folge haben, dass sie auf dem Handy schlechter gefunden wird und das kostet Besucher. Das ist also etwas, was kein Webmaster wünscht.

Dabei gibt es einige Richtlinien, die man beachten sollte. Einerseits sollte der Inhalt so angepasst werden, dass er ohne horizontale Scrollbalken sichtbar ist. Außerdem sollten die Seiten nicht überladen sein und schnell laden, denn man kann sich nicht darauf verlassen, dass der Nutzer eine schnelle Internetverbindung hat. Dauert der Seitenaufbau zu lange, wird er ungeduldig und klickt die Seite weg. Es handelt sich dabei um ein schlechtes Nutzererlebnis, das Google eindämmen will.

Von daher ist es zwar korrekt, dass eine Optimierung für Smartphones auf den ersten Blick unnütz wirkt – schließlich war eine der Innovationen des iPhone, dass normale Webseiten korrekt dargestellt und dank intelligenter Zoom-Funktionen auch ordentlich lesbar waren. Allerdings waren das auch noch andere Zeiten: Damals waren veraltete Browser wie der Internet Explorer 6 noch verbreitet, deren CSS-Verständnis aus dem 20. Jahrhundert stammt und noch nichts von „Responsive Design“ wusste. Das hat sich inzwischen geändert und wie heißt es so schön: Der Kunde ist König – und der König soll sich wohl fühlen, also sollten Webseiten optimiert werden.

Fazit: Mobile First ist ein Dogma

Will man also konsequent den „Mobile First“-Gedanken verfolgen, muss das schon bei den ersten Code-Zeilen anfangen. Es genügt nicht unbedingt, einer vorhandenen Webseite ein neues, optionales Design aufzuzwängen. Aus nachvollziehbaren Gründen (zu viel Aufwand) gehen zwar etablierte Webseiten genau diesen Weg und verlagern deshalb ihre mobile Ansicht in eine Subdomain, aber besonders elegant ist das nicht – und Wix bietet Tools, die das unnötig machen.

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