Donnerstag , 30 März 2017
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Mobile Fotobearbeitung – den Kinderschuhen längst entwachsen

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(AK)Ein Erinnerungsfoto mit dem iPad? Kein Problem! Aber falls es dann anschließend noch etwas zu korrigieren oder zu verbessern gibt, ist guter Rat oft teuer. Welches ist die geeignete App zum Bearbeiten von Fotos, welche eignet sich zum Sortieren und welche taugt überhaupt nicht für die gewünschten Zwecke? Mit der folgenden Übersicht bist du auf jeden Fall für fast alle Eventualitäten gerüstet – von der Fotobearbeitung bis hin zu den angesagtesten Effekten für die Kamera.

Ein berühmter Name: Adobe Photoshop Touch

Adobe Photoshop muss nicht lange vorgestellt werden – es ist schlicht DAS Programm für die professionelle Bildbearbeitung. Nach längerem Warten hat der Konzern nun endlich auch eine für das iPad optimierte Version auf den Markt gebracht. Aber Vorsicht: Diese App funktioniert nur auf einem iPad 2 oder höher – Besitzer der ersten Generation gehen leider leer aus. Wenig überraschend: Die mobile Version besitzt nicht alle Funktionen des Originalprogramms – ansehnlich viele sind es trotzdem geworden und angesichts der eingeschränkteren Rechenleistung eines Tablets erfolgt die Verarbeitung auch erstaunlich flüssig. Lediglich bei umfangreicheren Operationen hakt die Bedienung mitunter und der Prozessor fordert seine Zeit. Dafür entschädigt die App durch alle wichtigen Elemente, die der Anwender vom großen Bruder gewohnt ist. Ob Masken oder Ebenen, Filter oder Auswahlwerkzeuge – die Auswahl ist reichhaltig und lässt sich angenehm intuitiv bedienen. Leider ist die Maximalauflösung jedoch beschränkt – zurzeit sind es noch 12 Megapixel, eine weitere Anhebung ist jedoch sehr wahrscheinlich. Adobe Photoshop Touch ist kostenpflichtig und für eine iPad App auch relativ teuer, wiegt dieses Manko aber durch viele Funktionen und einen hohen Komfort wieder auf.

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Bildquelle: iTunes – Bildrechte by Adobe

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Bildquelle: iTunes – Bildrechte by Adobe

 

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Die interne Lösung: iPhoto

Mit iPhoto hat Apple eine wichtige Lücke in seinem Portfolio geschlossen und eine hohe Messlatte für die Konkurrenz vorgelegt. Es unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von Phtotoshop Touch. Am besten kann man Adobes Software mit einem Programm zur Bild- und iPhoto mit einem zur Fotobearbeitung beschreiben. Das bedeutet, dass sich die Funktionen und Anwendungen teils recht deutlich unterscheiden. Dazu gehört z. B. ein umfangreicher Satz an vordefinierten Effekten, mit denen sich einfach und unkompliziert die für die Fotografie wichtigsten Filter wie Farb-, Kontrast und Helligkeitsanpassung auf das Bild anwenden lassen. Dabei können gewisse Bereiche oder Farbtöne (z. B. Haut) gezielt ausgenommen werden – so wird nur das Gras saftig und das Meer blau, nicht aber das Gesicht. Sehr praktisch sind vor allem auch die Korrekturpinsel, mit denen sich ohne größeren Aufwand teils beachtliche Verbesserungen erzielen lassen. Außerdem stellt iPhoto auch alle wichtigen Werkzeuge für das Retuschieren von störenden Bildelementen zur Verfügung – so verschwinden vom Pickel bis zum nervigen Nachbarn alle unerwünschten Details mit wenigen Handgriffen im digitalen Nirvana. Doch iPhoto taugt nicht nur zur Bearbeitung, sondern hat auch eine komfortable Verwaltung integriert, mit der Diashows und Fotostreams im Fullscreenmodus abgespielt und Bilder auf soziale Plattformen hochgeladen werden können.

 

Bildquelle: iTunes - Apple Rechte: Apple inc.

Bildquelle: iTunes – Apple Rechte: Apple inc.

Bildquelle: iTunes - Apple Rechte: Apple inc.

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Aufnahmen mit Freunden teilen: Instagram

Instagram ist bereits ein Klassiker – es bietet umfangreiche Möglichkeiten, die eigenen (und andere) Bilder zu bearbeiten, zu verfremden und die Ergebnisse mit seinen Mitmenschen zu teilen. Unterstützt werden dabei eine Vielzahl von sozialen Netzwerken und Nachrichtendienste, darunter neben Facebook, Twitter und Tumblr auf Wunsch auch eigene. Auch wenn die App an sich kostenlos ist, musst du dich vor der Benutzung erst einmal registrieren und einen Account anlegen. In einem nächsten Schritt können dann Bekannte und Freunde in den sozialen Netzwerken ausfindig gemacht und dazu eingeladen werden, den eigenen Bildern zu folgen. Denn das Hauptaugenmerk liegt doch eindeutig auf der Kommunikation und dem Austausch von Bildern, obwohl Instagram auch eine große Anzahl von Effekten für die Kamera und für die Fotobearbeitung zur Verfügung stellt. Darunter sind neben zahlreichen Farb- und Unschärfefiltern auch verschiedene Stile, mit denen sich die Fotos verfremden lassen, so z. B. verschiedene Wege zur Alterung oder auch Comiceffekte. Es speichert zusätzlich auch die GPS-Daten und ermöglicht Geotagging, so dass sich der Ort einer Aufnahme online betrachten und auch noch nach Jahren zurückverfolgen lässt.

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Snapseed – vom Desktop zum iPad

Die Entwickler von Snapseed haben sich Großes vorgenommen – sie sind angetreten, um mit einer App zum Bearbeiten von Fotos den großen Bruder überflüssig zu machen. Deshalb setzt das Programm auf eine umfangreiche Ausstattung und die Realisierung von komplexen Funktionen. Wer von diesem Anspruch weiß, wird erst einmal positiv von der einfachen und übersichtlichen Bedienung überrascht. Unübersichtliche und tief verschachtelte Menüs suchst du bei Snapseed vergeblich, stattdessen wurde auf direkten Zugriff und eine ausgezeichnet gelungene Verteilung der verschiedenen Optionen und Fenster gesetzt. Filter und Effekte können intuitiv über Wischgesten ausgewählt und gleichzeitig angepasst werden – das ist Bedienungskomfort auf höchstem Niveau. Kein Wunder, haben die Programmierer ihr Handwerk doch von der Pike auf gelernt – hinter der iPad App steckt das Team des Nik-Plugins für Photoshop, das in eingeweihten Kreisen fast schon legendären Status erreicht hat. Angenehm ist auch der große Umfang an Bearbeitungsmöglichkeiten, der denjenigen von Instagram weit übersteigt und bei der Konkurrenz höchstens noch von Photoshop Touch erreicht wird. Zusätzlich wartet Snapseed durch eine ungewöhnlich gut arrangierte Benutzeroberfläche mit zahlreichen nützlichen, kleinen Extras auf: von dem direkten Vorher-Nachher-Vergleich bis hin zu der Live-Vorschau.

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Filterstorm: Der Name ist Programm

Ähnlich wie Snapseed ist auch Filterstorm dazu angetreten, die Vorteile eines Touchscreens mit einer professionellen Fotobearbeitung zu verbinden – und es ist ihm ebenfalls ausgezeichnet gelungen. Wie der Name schon sagt, wurde dabei besonders auf eine große und umfangreiche Sammlung von Filtern geachtet, die entweder auf das ganze Bild oder auch partiell angewendet
werden können. Sie umfassen nahezu alle bekannten und benötigten Bereiche der Manipulation von Bildern – neben selbstverständlichen Einstellungen für Farbe, Kontrast, Sättigung auch eine erweiterte Oberfläche für die gezielte Veränderung einzelner Farbkanäle, für das Schärfen, Drehen und Skalieren, das Ausrichten, Freistellen und Klonen sowie vielen weiteren Effekten. Erfreulich ist bei dieser iPad App, das sie ausgesprochen umfassend ist: Sie leistet sich keine größeren Schwächen und bietet in allen Bereichen die Optionen, die du brauchen wirst – und darüber noch einiges mehr. Die Palette reicht vom Einfügen von Text bis hin zum Erstellen einer überaus ausführlichen Beschreibung mittels Metatags. Gerade Anfänger werden zudem die umfangreiche Hilfe dank jeder Menge (Video-)Anleitungen und der großen Community zu schätzen wissen, die Neulingen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

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Welche iPad App soll ich wählen?

Bei der Suche nach der geeigneten App solltest du dir erst einmal genau überlegen, was du damit tun willst und wo deine Präferenzen liegen. Geht es „nur“ darum, die eigenen Fotos mit ein paar Special Effects aufzupolieren und dem Freundeskreis zur Verfügung zu stellen, ist Instagram sicher die beste Wahl. Anders sieht es aus, wenn du eine wirklich komplexe App zum Bearbeiten von Fotos suchst – hier sind Adobe Photoshop Touch und Snapseed die erste Wahl. Geht es jedoch hauptsächlich um Fotos und eine einfache, intuitive Bedienung, wirst du mit Snapseed oder iPhoto die besten Resultate erzielen. Filterstorm wiederum weiß durch eine große Anzahl von Effekten und einen ausgezeichneten Support zu überzeugen und bildet das ideale Bindeglied zwischen Bild- und Fototools. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch die persönliche Vorliebe und Erfahrung, wer bereits öfters mit Photoshop gearbeitet hat, wird sich auch mit der Touch-Version schnell anfreunden können. Neueinsteiger hingegen werden eventuell durch die zahlreichen und mächtigen Funktionen schnell den Überblick verlieren. Im Zweifelsfall sollte – wo möglich – ein kurzer Test Gewissheit verschaffen.

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