Mittwoch , 23 August 2017
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Tim Cook über eine neue Offenheit, iTV und die iWatch

tim-cook(CT) Auf der D11: AllThingsDigital Konferenz in Kalifornien konnten die Veranstalter einen prominenten Gast begrüßen. Niemand geringerer als Apple Chef Tim Cook nahm auf einem Panel Platz und beantwortete wichtige Fragen rund um zukünftige Strategien sowie Produkte Apple’s. Dabei äußerte sich er sich unter anderem zum kommenden Apple iTV, sowie zu der iWatch und möglichen API’s. Tim Cook ändert damit auch gleichzeitig die Strategie von Apple, welches sich traditionell eher geschlossen hält und eher allgemeine Antworten liefert.

Für iTV gibt es eine große Vision

Schon seit längerer Zeit wird über ein Fernsehgerät aus dem Hause Apple spekuliert. Kein Wunder also, dass die Frage danach auf dem Panel gestellt wird. Tim Cook sagte bereits vor einigen Monaten, dass Apple Fernsehen besser machen könne. Eher karg äußerte er sich auf der D11 zu dem Thema. Er sagte: „Ich möchte nicht näher ins Detail gehen, aber dieser Bereich ist für uns von großem Interesse. Die Kontakte und Beziehungen die wir aufgebaut haben bieten uns eine große Wissensbasis, die wir sonst nicht hätten. Die Popularität eines solchen Produktes ist größer als wir dachten und dennoch bewerben wir ein solches Produkt bisher nicht.“ Cook wurde auf seine Antwort hin noch einmal von den Moderatoren des Panels befragt, inwieweit ein iTV kommt. Cook sagte auf die erneute Anfrage auch wieder nichts konkretes, sagte aber dass es eine großartige Vision in diesem Bereich gebe. Im Wesentlichen wurden die Gerüchte um ein iTV dadurch befeuert, dass die offiziell autorisierte Biografie von Steve Jobs aus der Feder von Walter Isaacson eine Passage enthielt in der bekannt wurde, dass Jobs gern die TV Industrie revolutioniert hätte. Während des Panels betonte Cook auch die Bedeutung von Apple TV für das Unternehmen und dass das öffentliche Interesse an dem Produkt groß sei. Apple habe mittlerweile insgesamt 13 Millionen dieser Geräte verkauft.

Wearables sind für Apple unglaublich interessant

Im Zuge der Diskussion um eine mögliche iWatch sagte Cook, dass Wearables unglaublich interessant sind. Das könne ein tiefgründiger Bereich werden. Jedoch sei derzeit nichts Interessantes auf dem Markt. Der Bereich sei jedoch reif zum entdecken. Darauf angesprochen ob Apple etwas entsprechendes entwickle antworte Cook natürlich wieder betont unkonkret. Sicher, so betonte Cook, hätten sowohl das Brillen als auch Uhren ihre Rückschläge, jedoch sei das Handgelenk von großem Interesse. Cook sagte: „Es gibt nichts was ein Kind welches niemals eine Brille oder eine Armbanduhr getragen hat dazu bringen könnte dies zu tun. Oder tatsächlich habe ich noch nichts gesehen. Es gibt viel was in diesem Bereich gelöst werden muss, jedoch ist es ein Bereich der bereit zum Entdecken ist. Es ist reif für alle von uns etwas Staunenswertes zu finden. Ich glaube es wird viele Unternehmen geben die in diesem Bereich entwickeln werden. Ich seh es als eine weitere Schlüsselbranche. Ich denke von einem Mainstream-Blickpunkt aus sind sie [Anmerkung der Redaktion: Brillen] als schwer anzusehen. Ich denke das Handgelenk ist interessant. Ich trage das hier [ein Nike Fuelband] an meinem Handgelenk, was noch natürlich ist. Aber wie ich bereits gesagt habe musst du erst die Leute davon überzeugen, dass du etwas so Unglaubliches produziert hast, dass die Leute es wollen.“ Mit der wachsenden Popularität von Smartwatches wie etwa der Pebble Smartwatch sind die Geräte interessant geworden. Schon seit Längerem wird auch vermutet, dass Apple an einer iWatch arbeitet. Diese könnte zum Beispiel bei Fitnessanwendungen zum Einsatz kommen.

Videos zum Thema Wearables:

Tim Cook: Wir haben iOS und Mac OS überarbeitet

Auch zu den neuen Versionen von iOS und Mac OS äußerte sich Cook. Eine zentrale Rolle bei der Überarbeitung von iOS haben die Veränderungen im Management gespielt. Dazu sagte Cook: „Ja was wir letzten Herbst getan haben war Dinge zu verändern. Der Schlüssel in der Post-PC Ära um ein großartiges Produkt zu haben ist unglaubliche Hardware, unglaubliches Software und großartige Dienst sowie die Kombination aus diesen sodass nicht gesagt werden kann, was was ist. Die Magie ist der Übergang.“ Cook sagte auf dem Panel zu Jonathan Ive, dass er bereits mitbekommen habe, wie großartig er sich in das „Look and Feel“ von Produkten in den letzten Jahren eingebracht hat. Er habe dabei gedacht, dass er das auch für Software könne. Darauf wurde Cook gefragt, wie die Zusammenarbeit sich verändert habe seitdem Scott Forstall gegangen ist. Cook antwortete darauf, dass ein Ziel der Veränderungen war, die Gruppen innerhalb des Unternehmens zu verkleinern. Damit sollen die Grenzen noch weiter verschwimmen und eine gute Zusammenarbeit ermöglicht werden. Cook sagte, dass Apple sich unglaublich durch diese Änderungen verändert habe. Craig hat sich um iOS und OS X gekümmert, während Cue sich auf Dienste fokussierte. Cook bestätigte, dass Apple zur Keynote am 10. Juni auch über iOS und OS X sprechen werde.

Apple wird sich in Zukunft noch mehr öffnen

Ein weiterer Punkt, der auf der Konferenz angesprochen wurde war das Thema Offenheit. Der Interviewerin Kara Swisher fragte Cook, ob Apple in Zukunft API’s zur Verfügung stelle, um den Entwicklern noch mehr Kontrolle über iOS zu geben. Laut Cook werde Apple mehr API’s in Zukunft freigeben, aber dafür nicht die Sicherheit der Kunden riskieren: „Immer auf der feinen Linie oder vielleicht nicht so fein. Kunden bezahlen für unsere Produkte, damit wir für sie Entscheidungen treffen. Aber ihr werdet sehen, dass wir uns mehr öffnen werden“. Zuletzt war unter anderem die Integration einiger Facebook Home Features daran gescheitert, dass Apple’s mobiles Betriebssystem nicht offen genug war. Jedoch sieht Cook Chat Heads kritisch. In Zukunft werden Entwickler jedoch auf mehr Bereich in iOS zurückgreifen können. Cook sagte allerdings, dass Apple nicht den Schritt machen werde, eigene Anwendungen auf Android zu portieren.

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