Montag , 25 September 2017
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Umkämpfter Streaming-Markt: Wo Apple nachlegt und wo nicht

Die zunehmende Konkurrenz im umkämpften Markt digitaler Bewegtbildunterhaltung sorgt für eine Fülle an neuen Technologien und Angeboten. Wer hier den Markt erobern will, braucht eine völlig neue, ausgereifte und massenmarkttaugliche Idee. Genau die jedoch scheint Apple nur teilweise zu haben.

Maxdome, Amazon Prime und besonders der globale Leader Netflix haben in Sachen Streaming den TV-Markt umgekrempelt. Zusammen mit Youtube und anderen Web-Angeboten durchdringen Filme, Musik und Games alle Geräte, von der Smartwatch bis zum Mega-HD-Flatscreen. Mittlerweile sind 40 Prozent der Deutschen sind auf Streaming fokussierte Medienkonsumenten. Sogar bis zu 73 Prozent der Unter-30-Jährigen bevorzugen Netflix und Konsorten.

Apple mit seinem Anspruch an Innovation und hohen Gewinnmargen scheut einen vollumfassenden Eintritt in diesen Markt bisher. Die Set-Top-Box Apple TV fristet bisher ein Nischendasein. Doch im Sommer soll es eine neue Version geben. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco soll dann auch ein neuer TV-Dienst vorgestellt werden, die bisherigen Kooperationen mit großen TV-Stationen haben offenbar Früchte getragen. Zeit wird es, denn auch Spotify wagt sich in den Streaming-Markt für Videos und Filme. Auch der Musikstreaming-Primus wartet mit großen Partnern wie MTV, NBC und Comedy Central auf. Apple hat sich in dem Kontext mit Beatsmusic eine attraktive Plattform ins Haus geholt, auf deren Basis der eigene Dienst erfolgreich werden soll.

Expertenmeinungen zufolge wird Apple allerdings keine für das Unternehmen typische All-Hands-Lösung anbieten, sprich: Software und Hardware in einem. Damit ist weniger die Box gemeint als der seit Jahren diskutierte Smart-TV aus Cupertino. Das letzte große Projekt von Apple-Gründer Steve Jobs scheint zumindest vorerst nicht umsetzbar. Der große Nachholbedarf in Sachen Streaming ist wohl nur einer von mehreren Gründen, warum der Apple-Fernseher bisher nicht produziert wurde. Netflix, Hulu und Amazon haben früh damit begonnen, nicht nur große Mediatheken aufzubauen, sondern auch in Sachen Hardware das digitale Angebot auf die Geräte zu bringen. TV-on-Demand bietet mittlerweile derart viele Möglichkeiten, dass es schwer ist, hier für den ganz großen Coup zu sorgen, den Apple nach eigenem Ermessen anstreben müsste. Bisher hat Apple in Sachen Streaming und Hardware vor allem vergleichsweise kleinere Ansprüche bedient.

Auch wenn der holprige Start des Apple-Streamingdienstes keine Apple-typische Euphorie verbreitet, so nähert sich der iPhone-Konzern damit in vielen kleinen Schritten seinem Prinzip ganzheitlicher Lösungen. Denn mit den Bausteinen iTunes, mobile Endgeräte, Audio-Hardware, Apple TV und Streaming-Dienstleistungen ergibt sich in der Summe ein Entertainment-Paket, dass Apple-Kunden am Ende doch besondere Vorteile bietet. Die Kopplung von Smartphone, Tablet, TV, PC und anderen Bildschirmgeräten bietet nämlich eine Menge Potenzial, den Medienkonsum noch komfortabler, flexibler und leistungsfähiger zu machen. Die, die ohnehin schon mehrheitlich mit Apple-Geräten diese neue Medienwelt entdecken, verlangen natürlich am stärksten nach einer integrierten Weiterentwicklung des Status quo aus dem Hause Apple. Bald wissen wir mehr darüber, wie das im Detail aussieht.

Bildrechte: Flickr Prove tecniche di Apple TV? I paz.ca I CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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